Frohe Weihnachten!

 

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte

ein milder Stern herniederlacht;

vom Tannenwalde steigen Düfte

und hauchen durch die Winterlüfte,

und kerzenhelle wird die Nacht.

 

Mir ist das Herz so froh erschrocken.

Das ist die liebe Weihnachtszeit!

Ich höre fernher Kirchenglocken

mich lieblich heimatlich verlocken

in märchenstille Herrlichkeit.

 

Ein frommer Zauber hält mich wieder.

Anbetend, staunend muß ich stehn;

es sinkt auf meine Augenlider

ein goldner Kindertraum hernieder.

Ich fühl`s: ein Wunder ist geschehn.

 

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

Mit diesem wunderschönen Gedicht Theodor Storms wünscht Ihnen und Ihrer Familie der Ortschaftsrat von Taisersdorf ein schönes, unbeschwertes Weihnachtfest und ein gesundes, glückliches neues Jahr.

Ihre Ortsvorsteherin

Angelika Thiel

  

Stubenmusik mit Weihnachtsgeschichten

Sphärische Harfenklänge füllten heimelig die Zunftstube, die nach Glühwein, Punsch und Weihnachtsgebäck duftete. In dem von Kerzenlicht stimmungsvoll beleuchteten Raum lauschten die Gäste den Melodien von „Andrersaits”. Extra für sie hatte Ruth Steindl ein Weihnachtslied komponiert, das sie an ihrem Hackbrett wiedergab, unterstützt von Dorothea von Walthausen an der Harfe und Margot Steindl am Akkordeon. Aber auch bekannte Weisen spielten die drei Musikerinnen und luden so die Zuhörer ein, mitzusingen. Dorothea von Walthausen, Ruth Steindl und Manfred Funk hatten sogar einen Weihnachtsbaum in der Zunftstube aufgestellt und mit Strohsternen geschmückt.

Zwischen den Musikstücken las Angelika Thiel Geschichten zur Heiligen Nacht vor. Dieses Mal wurde sie von Karl Stehle unterstützt, dessen besinnlicher Text über die Stille nachdenklich stimmte.

Die Zuhörer revanchierten sich für die gemütliche und gesellige Adventsfeier, indem sie Gebäck und Punsch mitgebracht hatten. Da gab es zum Beispiel den unwiderstehlichen Früchtekuchen Anita Kohlers, die verführerischen Makronen Gerlinde Allweyers und viele andere Leckereien der Taisersdorfer Weihnachtsbäcker und -bäckerinnen.

Ein Dank ergeht an alle Gäste für ihr Kommen, das Spendieren von Getränken und Plätzchen, an Horst und Ursula Thiel für den Glühwein, an Manfred Funk und Achim Prinz für die Unterstützung sowie Carina Lohr für die Zunftstube.

 

Ortsvorsteherin dankte allen Mitbürgern

Traditionell hielt Ortsvorsteherin Angelika Thiel am vergangenen Donnerstag im Gasthaus „Schwanen” ihren Jahresrückblick. In einem 45-minütigen Bildervortrag, für den Michael Steurer die Technik zur Verfügung stellte, fasste sie zusammen, was sich in den letzten zwölf Monaten ereignet hat. Zuvor jedoch gedachte sie der Verstorbenen.

Nach der Schweigeminute dankte sie dem Ortschafts- und Gemeinderat, der Verwaltung und vor allem Bürgermeister Henrik Wengert für die gute Zusammenarbeit. Viele Anliegen der Bürgerinnen und Bürger wurden umgesetzt.

2016 begann mit einem Höhepunkt: Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Owingen empfing Karl Stehle die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. In ihrer Laudatio hatte die Ortsvorsteherin auf seine zahlreichen ehrenamtlichen Verdienste hingewiesen. Gemeinsam mit Bürgermeister Henrik Wengert überreichte sie im Namen des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann die Auszeichnung. Zwei Tage zuvor, am 15. Januar, hatte Kurt Lohr beim Neujahrsempfang in Herdwangen die Ehrennadel in Silber erhalten. Er ist seit 1966 Mitglied bei der Musikkapelle Großschönach.

Die Vereine und zahlreiche Einzelpersonen trugen dazu bei, dass Taisersdorf eine lebendige und eine lebenswerte Gemeinde ist. So galt der Dank der Ortsvorsteherin zunächst der Freiwilligen Feuerwehr Taisersdorf unter dem Abteilungskommandenten Michael Steurer. Gleich zweimal Abzeichen in Gold holte sich die Freiwillige Feuerwehr Taisersdorf beim Leistungstest in Heiligenberg.

Bei der Generalversammlung der Steinbock-Zunft wurde Carina Lohr zur ersten Zunftmeisterin Taisersdorfs gewählt. Sie löste damit Manfred Willibald ab, der aus beruflichen Gründen sein Amt nicht mehr fortsetzen konnte. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der schönste Bock im Land?” Auf diese Frage des Narrenvereins gab es in der Fasnet nur eine Antwort: natürlich der Steinbock aus Taisersdorf. Während des wunderschönen Funkens, den die Buben um Günter Schmid betreuten, konnten sich die Besucher in der Garage von Hubert Fitz mit Kaffee, Kuchen und Bratwurst aufwärmen.

Nach 31 Jahren gab der bisherige Vorsitzende Friedrich Martin des KSV Linzgau-Taisersdorf sein Amt an Daniel Höfler ab (Stellvertreter Tobias Martin). Dieter Schwarzkopf trat ebenfalls nicht mehr bei den Wahlen an. 33 Jahren lang war er Schriftführer des Ringervereins. Er übergab sein Ehrenamt Stefan Endres. Die Ringer des KSV nehmen regelmäßig an Turnieren teil und erkämpften über 60 Medaillen. „Auch einen deutschen Meister unter den Veteranenringer durften wir feiern, nämlich Andreas Rinderle, Herbert Saum wurde Zweiter. Simon Weißhaar und Patrick Käppeler wurden von den Lesern der Schwäbischen Zeitung zum Sportler des Monats gewählt”, führte Angelika Thiel aus. Beim Ringerabend wurde Fritz Martin Ehrenvorsitzender, Dieter Schwarzkopf Ehrenmitglied des KSV.

Der 24. Osterbrunnen wurde aufgebaut. Fortgeführt wird die Tradition dankenswerterweise von Petra Lohr, Ulrike Möller, Patrick Joos und Werner Steurer.

Beim Osterkonzert der Musikkapelle Großschönach bekam Rebecca Rauch (Klarinette) die bronzene Ehrennadel des Blasmusikverbands für 10-jährige aktive Mitgliedschaft. Für 50 Jahre Tätigkeit zur Förderung der Musik erhielten die beiden Ehrenmitglieder Heiner und Kurt Lohr die Ehrennadel in Gold mit Diamant.

„Bei strömendem Regen” - mit diesen Worten begannen einige Sätze der Ortsvorsteherin: „Bei strömendem Regen trafen sich Mitglieder des Ortschaftsrates, der Steinbock-Zunft und der Freiwilligen Feuerwehr Taisersdorf unter ihrem Kommandanten Michael Steurer zu einer Waldputzeten, errichteten die Ringer den Boule-Platz, wurde der neue Dorfgemeinschaftsplatz mit einem großen Fest eingeweiht.”

Zum fünften Mal lud der Verein für Kunst, Jugend und Kultur, SATU e. V., zu seinem archaisch experimentellen MusikTag „archex” ein. Dorle Ferber und Michael Kussl sei es zu verdanken, dass phantastische, außergewöhnliche Musiker aus aller Welt den Weg in das kleine Linzgaudorf finden, sagte Angelika Thiel.

Am 11. September fand in Herdwangen der Abschiedsgottesdienst zu Ehren des Pfarrers Meinrad Huber. Mit seinem Weggang wird es in Taisersdorf keinen Pfarrer mehr geben. Angelika Thiel dankte nicht nur den Vereinen, den Landfrauen unter dem Vorstand Hilde Duellis und Anita Kohlers, der Pfarrgemeinde und den Kunstschaffenden für ihr bereicherndes Engagement, sondern allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihren Einsatz, mit dem sie das Dorfleben attraktiv und lebenswert gestalten.

 

 

130 Nistkästen bieten der Fauna ein Zuhause

Die Zunftstube hatte sich in einen richtigen Ausstellungsraum verwandelt. Gregor Baiker, Marita Lauser und Hartmut Walter scheuten keine Mühen, um auf vier langen Tischreihen alles zum Thema „Heimische Vogelarten” zu präsentieren. Über ein Dutzend Nistkästen zeigte die unterschiedlichen Bedürfnisse von Meisen, Baumläufer, Kleiber, Schwalben und Eulen auf. Hartmut Walter, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Überlingen, erläuterte die verschiedenen „Wohnarten” und Ansprüche. Eine breite Auswahl an hochwertigem Futter, das bei Gregor Baiker erhältlich ist, vermittelte die Vorlieben der Vögel. Passend dazu lernten die Gäste unterschiedliche Futterspender kennen. Auf dem Büchertisch warteten Werke wie Peter Bertholds und Gabriele Mohrs „Vögel füttern - aber richtig”, „Kontrollbuch für Vogelnistkästen in Wald und Garten”, „Vogeltips für jedermann”, „Was fliegt denn da?”, „Vögel einfach und sicher bestimmen”, aber auch DVDs.

Die Gäste nutzten anschließend rege die Möglichkeit, dem Vogelfachmann Hartmut Walter Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen mitzuteilen. Peter Petrovsky berichtete, dass er vor langer Zeit einen Eisvogel an der Aach gesehen hatte - mittlerweile leider ein seltenes Ereignis, wie Hartmut Walter bestätigte.

Wie schön wäre es, wenn der bunt schillernde Eisvogel wieder ein regelmäßiger Einwohner Taisersdorfs würde. Vielleicht gibt es Hoffnung. Denn zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger setzen sich dafür ein - allen voran Gregor Baiker, der mit vielfältigen Aktionen dazu beiträgt, zu informieren und den heimischen Vogelarten ein Zuhause zu bieten. 130 Nistkästen hat er mittlerweile installiert - für Groß- und Kleinmeisen, für Stare, Baumläufer, Schleiereulen, für Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalben, aber auch als Sommerquartier für Fledermäuse. Wer Schwalben unter seinem Dach beherbergt, möge ihm dies mitteilen.

Gregor Baiker dankte nicht nur dem NABU Überlingen, der Unteren Naturschutzbehörde, der Vogelwarte Radolfzell, Professor Dr. Peter Berthold, der die Ganzjahresfutterstelle bei der Kläranlage ermöglicht, und der Gemeinde Owingen für die finanzielle Unterstützung. Sein Dank gilt auch den vielen Taisersdorfern, die auf ihren Streuobstwiesen oder an ihren Häusern Nistkästen anbringen oder es erlauben. 

130 Vogelhäuser zu überprüfen bedarf es sehr viel Zeit. Aus diesem Grunde sind engagierte Tierfreunde gesucht, die Gregor Baiker und Marita Lauser darin unterstützen. Nur so ist es möglich, den Vogelschutz auszudehnen.

Ein ganz herzlicher Dank ergeht an dieser Stelle an Gregor Baiker, Marita Lauser und Hartmut Walter, die sich mit ihrem Engagement sehr verdient machen. Der Vorsitzende der NABU-Ortsgruppe Überlingen lässt es sich nicht nehmen, immer wieder nach Taisersdorf zu kommen, um den beiden Idealisten in ihrem Einsatz zu helfen.

 

Igel werden in ihrem Lebensraum zunehmend bedroht

„Wenn man früher mit dem Auto fuhr, musste man bereits nach kurzer Zeit die Windschutzscheibe und die Scheinwerfer von den getöteten Fliegen befreien. Heute kann man weit fahren, ohne dass Insekten an den Scheiben kleben.” Mit diesem anschaulichen und sehr eindrucksstarken Bild verdeutlichte Gregor Baiker den Rückgang der Insekten. Was für den Autofahrer erfreulich sein mag, ist dagegen für viele Tiere wie zum Beispiel Vögel, aber auch Igel existenziell bedrohlich. Dies führte auf erschreckende Weise der Vortrag Gregor Baikers am Sonntag in der Zunftstube vor Augen. Sie sind in ihrer Ernährung auf Fliegen und Co. angewiesen. Besonders die Igel ernähren sich von Käfern, Heuschrecken, Asseln, aber auch von Spinnen und Schnecken.

Igel wirken mit ihren Stacheln wehrhaft. In der Tat haben ausgewachsene Tiere kaum Feinde. Während sich die jungen vor Füchsen, Mardern, Dachsen, Wildschweinen oder Greifvögel fürchten müssen, werden den großen nur Uhus gefährlich. Und der Mensch! Er zerstört den Lebensraum, reduziert die Anzahl der Insekten und tötet die liebenswerten Tiere durch Autos, Lichtschächte, Rasentrimmer, die die Igel zerfetzen, Schneckenkorn und anderes mehr. Da sich die Lebensbedingungen verschlechtern, werden sie zunehmend anfällig für Flöhe, Milben, Würmer und Bakterien. Sogar (offene) gelbe Säcke können tödlich werden. Hartmut Walter, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Überlingen, empfahl deshalb, den Müll vor der Abholung in Laubsäcke zu stellen.

Durch all diese Faktoren hat sich die Lebenserwartung dieser besonders geschützten Art stark gesenkt. Werden Igel in Gefangenschaft bis zu zehn Jahre alt, sterben sie draußen durchschnittlich mit vier Jahren, klärte Gregor Baiker auf. Eine „wilde” Ecke im Garten, ein Futterhaus und eine Wasserstelle dagegen bieten Überlebenshilfe.

Sensibilisiert für dieses Thema wurden Gregor Baiker und Marita Lauser verstärkt, als sie im vergangenen Monat selbst einen kleinen Igel fanden. Intensiv kümmern sie sich seither um ihn. Nach einer Behandlung mit speziellem Wurmmittel, Futter und Vitaminen hat das Stacheltier weit mehr als das Doppelte an Gewicht zugelegt. Über 600 Gramm bringt der niedliche Vierbeiner nun auf die Waage. „Er wird ´weitergemästet`, bis er 800 Gramm hat. Dann wird er seinen Winterschlaf auf dem Balkon verbringen”, sagte Gregor Baiker. Für eine kleine Weile konnten die Gäste in der Zunftstube den lebhaften Igel bewundern.

Bei der Betreuung steht den engagierten Umweltschützern Heidrun Frank aus Baienfurt zur Seite. Sie gründete Anfang des Jahres 2016 den Verein „Welt der Igel”. Ihr Ziel ist, verletzte, kranke und verwaiste Tiere zu pflegen, aufzuklären und den Lebensraum in Gärten zu fördern. Bei ihr erhält man neben der Broschüre „Igel gefunden, was nun?” Informationen sowie Unterstützung mit Medikamenten und Ausrüstung zur Pflege von Igeln. Dies unbedingt wahrzunehmen, dazu raten Gregor Baiker und Marita Lauser. „Wenn man einen Igel findet - nicht experimentieren”, ist ihr eindeutiger und dringlicher Appell.

Der Ortschaftsrat Taisersdorf dankt Gregor Baiker und Marita Lauser ganz herzlich für ihr Engagement. Sie leisten damit eine unschätzbare Arbeit für die Umwelt und damit für uns alle.

 

Herzlichen Glückwunsch zur Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Owingen empfing Karl Stehle die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. In ihrer Laudatio wies Ortsvorsteherin Angelika Thiel auf die zahlreichen ehrenamtlichen Verdienste des gebürtigen Taisersdorfers hin. Die Rechte der Schwachen, das Wohlbefinden der Senioren und die Sensibilisierung der Jugend für den Frieden lägen ihm sehr am Herzen, - aber auch die Pflege von Brauchtum und Sitten, damit dörfliche Gepflogenheiten nicht verloren gehen.

Bereits mit 16 war es ihm ein Bedürfnis, bei einem Sanitätsdienst Erste Hilfe zu leisten. Von 1958 bis 1978 übte er dieses Ehrenamt aus. 1971 wurde Karl für zwölf Jahre Zunftmeister der Steinbock-Zunft Taisersdorf. Nebenbei ging er seinem Beruf als Ofensetzer und Plattenleger nach. Als 1973 Taisersdorf nach Owingen eingemeindet wurde, organisierte er mit Helfern eine dreitägige Feier. 2005 gestaltete er nicht nur maßgeblich die 850-Jahr-Feier in Taisersdorf mit, sondern später auch noch die 50- und die 60-Jahrfeier des VdK Owingen. Diesem Sozialverband stand Karl Stehle genau 18 Jahre vor, ein Amt, das er im März 2015 in die bewährten Hände Roland Gaus` legte. Zugleich war er nicht nur für drei Jahre zusätzlich Kreisschriftführer vom VdK-Kreisverband Überlingen, sondern für sieben Monate kommissarisch Kreisvorsitzender des VdK-Kreisverbandes Überlingen, da der damalige Vorsitzende verstorben war.

1988 rief Karl die Josef-Karl-Stehle-Stiftung ins Leben. Diese Stiftung sorgt dafür, dass die Taisersdorfer Seniorinnen und Senioren an Weihnachten eine Flasche Wein erhalten. Seit rund 20 Jahren betreut Karl den Taiserdorfer Stammtisch, den er auf Initiative einer Taisersdorfer Mitbürgerin gründete. Er kümmere sich um ein erstklassiges Programm, beispielsweise durch Bildershows, Vorträge oder Besichtigungen interessanter Einrichtungen, fasste Angelika Thiel zusammen.  

An Pfingsten lädt Karl Stehle traditionell zu sehr gut besuchten und erstklassig vorbereiteten Führungen durch Taisersdorf und Umgebung ein. Als Heimatforscher nimmt der Taisersdorfer eine weitere, sehr wichtige Aufgabe wahr. Außerdem ist Karl Stehle seit über einem Viertel Jahrhundert Gruppensprecher der Vereinigung Morbus Bechterew der Therapiegruppe Überlingen. Als freier Mitarbeiter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge koordiniert er ferner die Sammlung in Owingen und Hohenbodman.

„All diese vielfältigen, breitgefächerten Aufgaben, denen du ehrenamtlich nachkommst und die ich hier nur streifen kann, kosten unbeschreiblich viel Zeit, Kraft und Geld. Dafür hast du zu Recht die Goldene Ehrennadel der Gemeinde Owingen erhalten, die Silberne Ehrennadel und Goldene Verdienstnadel des Sozialverbandes VdK sowie die Bronzene und Goldene Ehrennadel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Du bist Ehrenvorsitzender des Sozialverbandes VdK Owingen, Ehrenvorsitzender der Steinbock-Zunft Taisersdorf und in zwei Minuten Träger der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg”, lobte Angelika Thiel das Engagement Karl Stehles.

Am Schluss der Laudatio würdigte langanhaltender Applaus die Leistung Karl Stehles, der mit dem Gedicht „Es ist alles nur geliehen hier auf dieser schönen Welt” seinen Dank aussprach.

Bürgermeister Henrik Wengert überreichte gemeinsam mit Angelika Thiel im Namen des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann Ehrennadel und Urkunde. Er gratulierte ebenfalls und dankte Karl Stehles Gattin Anni mit einem großen Blumenstrauß für ihre Unterstützung.

Der Ortschaftsrat Taisersdorf beglückwünscht Karl Stehle im Namen der Mitbürgerinnen und Mitbürger ganz herzlich zur Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

 

Kurt Lohr erhielt Ehrennadel in Silber

Begonnen hat Kurt Lohr seine musikalische Karriere bei der Musikkapelle Großschönach mit der Trompete. Doch nach fünf Jahren fehlte es an Posaunen, so dass sich der damals 17-jährige Taisersdorfer entschied, das Instrument zu wechseln. Der Posaune hielt er ebenso die Treue wie der Musikkapelle Großschönach. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Kurt Lohr nun beim Neujahrsempfang in der Großschönacher Ramsberghalle die silberne Ehrennadel verliehen. „Das ist nur ein kleiner Dank für Ihr großes Tun, aber doch ein Zeichen, wie sehr die Gemeinde Herdwangen-Schönach ehrenamtliches Engagement wertschätzt”, sagte Bürgermeister Ralph Gerster.

Seit 1966 Vereinsmitglied, war er „in der Zeit von 1988 bis 2004 Kassier des Vereins. Er brachte sich in diesen Jahren intensiv in die Vorstandschaft der Musikkapelle Großschönach ein. Er unterstützt auch nach seinem Amtsende seine Tochter bei der Ausübung des Kassierpostens. Hierfür überreiche ich Herrn Lohr die Ehrennadel der Gemeinde Herdwangen-Schönach in Silber sowie die dazugehörige Urkunde”, würdigte Ralph Gerster den Einsatz des Taisersdorfers. Er wies darauf hin, dass die Ehrennadel der Gemeinde Herdwangen-Schönach nach der Ehrenbürgerwürde die höchste Auszeichnung sei, die verliehen werden könne.

„Es ist mir eine Ehre, Ihnen heute im Namen des Gemeinderates und im Namen der ganzen Gemeinde ganz herzlich dafür zu danken, was Sie in den letzten Jahren für unsere Gemeinde und ihre Bewohnerinnen und Bewohner getan und bewirkt haben”, unterstrich Bürgermeister Gerster. Wie groß das Pflichtbewusstsein Kurt Lohrs ist, das zeigte die Tatsache, dass er selbst am Abend seiner Ehrung nicht darauf verzichtete, beim Auftritt der Musikkapelle Großschönach mitzuwirken.

Der Ortschaftsrat Taisersdorf gratuliert im Namen der Mitbürgerinnen und Mitbürger Kurt Lohr ganz herzlich zur Verleihung der verdienten Ehrennadel.

 

 

Erfolg der Taisersdorfer Ringer setzt sich fort

Bei den griechisch-römischen ARGE-Bezirksmeisterschaften in Wurmlingen setzte sich der Erfolg der Ringer vom Freistil-Wochenende in Hornberg fort: Goldmedaillen brachten nicht nur David Graf, Steffen Krämer, Oskar Lehmann und Michael Romanov nach Hause, sondern auch Marco Martin. Lucas Tylla und Marvin Widemann wurden in ihrer Gewichtsklasse Dritter. In der Wertung beider Wochenendkämpfe erreichten die Linzgauer den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Allen Ringern sowie ihren Betreuern sei für ihre Teilnahme und für die positive Außenwirkung unserer Gemeinde herzlich gedankt.

 

 

Simon Weißhaar ist Sportler des Monats Dezember

Die Leser der Schwäbischen Zeitung in Pfullendorf haben entschieden: Sie wählten Simon Weißhaar vom KSV Linzgau-Taisersdorf zum Sportler des Monats Dezember. Mit einem eindeutigen Ergebnis setzte er sich gegen die Konkurrenz durch. Dies sei die „Anerkennung für seine konstanten Leistungen, die er in der abgelaufenen Saison für die Linzgau-Ringer auf die Matte brachte und mit denen er maßgeblich zu Meisterschaft und Regionalliga-Rückkehr beitrug”, so die Schwäbische Zeitung, die Simon Weißhaar in einer der kommenden Ausgaben näher vorstellen wird.

Der Ortschaftsrat gratuliert im Namen der Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.

 

Erfolgreicher Start der Ringer

Erneut gleich zu Beginn des Jahres erfolgreich zeigten sich die Ringer vom KSV Linzgau-Taisersdorf bei den ARGE-Bezirksmeisterschaften in Hornberg (Freistil): Wie 2015 gingen die Sportler mit vier Goldmedaillen nach Hause: David Graf, Steffen Krämer, Oskar Lehmann und Marco Martin. Zweite wurden in ihren Gewichtsklassen Patrick Käppeler, Heiko Martin, Luke Münzner, Maximilian Rauch sowie Marvin Widemann. Den dritten Platz errangen sich Marcel Käppeler und Lucas Tylla. Herzlichen Glückwunsch!

Allen 22 Ringern sowie ihren Betreuern sei für ihre Teilnahme und für die positive Außenwirkung unserer Gemeinde herzlich gedankt.

Taisersdorf wurde südbadischer Meister

Seit dem vergangenen Samstag steht mit dem letzten Auswärtskampf fest: der KSV Linzgau-Taisersdorf ist Meister der südbadischen Oberliga. Dies ist ein sehr großer Erfolg. Das tägliche Training in der Ringerhalle hat sich gelohnt: die Taisersdorfer steigen nach nur einem Jahr wieder in die Regionalliga auf.

Der Ortschaftsrat Taisersdorf gratuliert im Namen der Mitbürgerinnen und Mitbürger herzlich zur Meisterschaft. 

 

Ortsvorsteherin dankte allen Mitbürgern

Traditionell hielt Ortsvorsteherin Angelika Thiel am vergangenen Donnerstag im Gasthaus „Schwanen” ihren Jahresrückblick. Damit folgte sie einer Einladung Karl Stehles, dem sie für seinen unentwegten Einsatz in Taisersdorf dankte. Vor einigen Jahren erhielt der Heimatforscher für sein vielfältiges Engagement die goldene Ehrennadel der Gemeinde Owingen.

Auch dieses Jahr sorgte er unter anderem für ein interessantes Programm beim monatlichen Stammtisch. So referierte beispielsweise Eva Nolte über die Insel „Malta”. Bei den alljährlichen Pfingstwanderungen folgen regelmäßig Dutzende Gäste der Gesamtgemeinde seinen wissenswerten Ausführungen über Taisersdorf.

In einem Bildervortrag fasste Angelika Thiel zusammen, was sich in den letzten zwölf Monaten ereignet hat. Zuvor jedoch gedachte sie der Verstorbenen.

Im Dezember 2014 luden der Donnerstag-Stammtisch und die Gruppe „Andrersaits” zu einem vorweihnachtlichen Musik- und Vorleseabend mit Glühwein, Feuerzangenbowle und Gebäck in die Zunftstube ein. Mit Hackbrett, Harfe und Akkordeon begeisterten Ruth Steindl, die für Taisersdorf einen eigenen Landler schrieb, Dorothea von Walthausen und Margot Steindl die Zuhörer.

Die Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Taisersdorf unter ihrem Abteilungskommandanten Michael Steurer läutete 2015 ein. Über das Jahr folgten die Generalversammlungen des KSV Linzgau-Taisersdorf unter ihrem Vorsitzenden Friedrich Martin und Daniel Höfler, der „Steinböcke” unter ihrem Zunftmeister Manfred Willibald und dessen Stellvertreter Günther Schmid sowie die Hauptversammlung der Landfrauen unter dem Vorstand Hilde Duelli und Anita Kohler. Angelika Thiel dankte allen Vereinen für ihre unverzichtbare und wertvolle Arbeit.

Beim Neujahrsempfang in der Owinger Sporthalle wurden Kurt Lohr für 75-maliges und Anita Kohler für 50-maliges Blutspenden geehrt. Keine zwei Wochen später fand der Zunftball unter dem Motto „In Las Vegas ist was los. Steinbock stoß!” statt. Nicht nur davon zeigte die Ortsvorsteherin Fotos, sondern auch von ihrer Absetzung beim Schmotzigen Dunnschdig. Dass die Funkenbuben den Winter wie immer mit einem wunderschönen Feuer vertrieben, das bewiesen Bilder von hochlodernden Flammen. Angelika Thiel dankte der Steinbock-Zunft für ihr Engagement und erinnerte beispielsweise an das Sommerfest, das dieses Jahr durch einen Flohmarkt, initiiert von Jürgen Lauer, eine zusätzliche Attraktivität bot.

Seine verantwortungsvolle Aufgabe als Vorstand des Sozialverbandes VdK Owingen in die Hände des Owingers Roland Gaus legte Karl Stehle. Genau 18 Jahre führte er den Sozialverband VdK Owingen. In dessen 67-jährigen Geschichte war er der Vorsitzende, der den VdK Owingen am längsten leitete. Für diese Leistung wurde Karl Stehle zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Bei der Jahresversammlung des Verbandes erhielt Kurt Lohr vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die „Silberne Ehrennadel” für das Sammeln von Spenden.

2015 schien ohnehin das Jahr der Ehrungen und der Erfolge zu sein. Im März überreichte Bürgermeister Henrik Wengert der völlig überraschten Ortsvorsteherin die Silberne Ehrennadel des Gemeindetages für 10 Jahre Mitgliedschaft im Ortschaftsrat. Beim Osterkonzert der Musikkapelle Großschönach in der Ramsberghalle erhielten Günter Schmid, Martina Lohr und Anna Lena Steurer Auszeichnungen. Heike Steurer wurde bei der Jahreshauptversammlung im „Prinz Max” in Neufrach einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Vereins „Bodensee-Linzgau-Tourismus” gewählt, und über einen ganz besonderen Erfolg durfte sich David Lippner freuen, der gemeinsam mit Julian Mock und Johannes Bier beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht” den zweiten Platz errang und vor einigen Wochen auf der Internationen Autoausstellung IAA in Frankfurt ihren intelligenten Roboter „Obelix recycled” vorstellte.

In einem feierlichen Akt wurde Friedrich Martin beim Ringerabend des KSV Linzgau-Taisersdorf gewürdigt: Er steht seit 30 Jahren dem Kraftsportverein vor. Angelika Thiel lobte den Erfolg der Ringer: Über 50 goldene, silberne und bronzene Medaillen erkämpften sich die Sportler 2015. Auch einen deutschen Meister, Max Glok, durften die Taisersdorfer feiern.

Aufnahmen von der Markus-Prozession mit Priester Meinrad Huber, von der Messe bei der Absturzstelle, vom Gräberbesuch und evangelischen Gottesdienst mit Pfarrer Michael Schauber spiegelten das kirchliche Leben in Taisersdorf wider.

Musikalisch war ebenfalls einiges geboten. Wer bei „archex” der Familie Dorle Ferbers und Michael Kussls nicht dabei war, konnte sich durch die Fotos der Ortsvorsteherin ein Bild von der international besetzten, alljährlich stattfindenden Veranstaltung machen. Dorle Ferber widmete dem Linzgau-Ort außerdem ein ganzes Konzert mit dem Titel „Von Kamerun bis Taisersdorf”. Wiederholt trat die Gruppe „Andrersaits” in der Zunftstube auf, unterstützt von Günter Graf; die Spenden der Gäste leiteten sie an die christliche Hilfsorganisation World Vision weiter. Dort ist Martin Suhr Leiter für internationale Programme. Die Musikkapelle Großschönach lud in die Ringerhalle ein, um Saxophon, Klarinette und Co. vorzustellen: Jeder Besucher durfte sein Lieblingsinstrument ausprobieren. Eine ungewöhnliche Vernissage bot Dr. Claudia Schlürmann Kunstinteressierten mit ihrer Ausstellung „Steinfeld - Endmoränenschotter” in der Owinger Rathausgalerie.

Bilder vom Osterbrunnen, den alljährlich das Team um Petra Lohr, Ulrike Möller, Patrick Joos sowie Werner Steurer schmückt, und vom Besuch des Stammtisches des Altheimer Tüftler-Museums erheiterten die Gäste im „Schwanen” ebenso wie die zahlreichen Schnappschüsse von Taisersdorfer Mitbürgern. Außerdem beeindruckten die Aufnahmen vom Fortschritt des Dorfgemeinschaftsplatzes.

Im November lud Gregor Baiker zu einer erfreulich erfolgreichen Nistkastenkontrolle ein. Angelika Thiel, die den großen Einsatz des Naturschützers würdigte, zeigte Bilder von der ungewöhnlichen Baukunst mancher Vögel. Der Jahresrückblick endete mit Fotos vom Martinsumzug der Steinbock-Zunft. Ines Lohr, Manfred Willibald und Ramona Widmer auf ihrem Pferd Mandy stellten die Legende um den Heiligen Martin in einer Szene nach.

Wie immer ergänzten Aufnahmen von Pferden, Hühnern und Hähnen, Ziegen und zutiefst neugierigen Kühen den Beitrag der Ortsvorsteherin. Mit einem Bild von der Markus-Kapelle vor der untergehenden Sonne endete ihr Jahresrückblick. Angelika Thiel dankte nicht nur dem Ortschaftsrat, den Vereinen und den zahlreichen Kunstschaffenden für ihr bereicherndes Engagement im Dorf, sondern darüber hinaus besonders den im Bildervortrag nicht erwähnten Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihren Einsatz, mit dem sie das Dorfleben attraktiv und lebenswert gestalten. In ihren Dank zog sie vor allem Bürgermeister Henrik Wengert, die Gemeindeverwaltung und den Gemeinderat mit ein. Hier betonte sie die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung, die sie erfährt. Zahlreiche Projekte wurden auf diese Weise in Taisersdorf realisiert und viele Anliegen der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt.

Abschließend dankte Karl Stehle allen Stammtischteilnehmern für ihre Treue, Michael Steurer für die technische Unterstützung des Vortrages und Angelika Thiel für ihre Foto-Show.

  

Taisersdorfer spendeten für die Kriegsgräberfürsorge

Seit nahezu hundert Jahren widmet sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Die Organisation betreut außerdem Angehörige und unterstützt unter anderem die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge. Nicht nur die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten ist dem Volksbund ein großes Anliegen, sondern auch der generationsübergreifende Dialog zwischen Menschen aus ehemals verfeindeten Ländern an den Kriegsgräbern. Die Versöhnung, die dabei stattfindet, trägt nach seinen Worten „zu Integration und Frieden in Europa” bei.

Für diese vielfältigen Bereiche benötigt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Spenden.

Darin unterstützt ihn für Taisersdorf Kurt Lohr. Im November geht er seit neun Jahren nach der Arbeit von Haustür zu Haustür, um Spenden für den Frieden und das Gedenken zu sammeln - ein zeitaufwendiges Engagement, das mehrere Tage in Anspruch nimmt. Dennoch leistet er gerne diese Arbeit, zumal die Mitbürgerinnen und Mitbürger dies zu würdigen wissen. Dafür sei ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.

In diesem Jahr spendeten die Taisersdorfer dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 425 Euro. 

 

Vogelparadies Taisersdorf

Überrascht und zugleich sehr erfreut zeigte sich am vergangenen Sonntag Hartmut Walter bei der Nistkästenkontrolle in Taisersdorf. Die Belegung der Ein-Zimmer-Appartements beim Transformatorenhäuschen, besonders jedoch südlich der Ringerhalle bestätigte den großen Erfolg des Engagements Gregor Baikers und des Vorsitzenden der NABU-Ortsgruppe Überlingen. Beide hatten im vergangenen Jahr 50 Kästen aufgehängt. Manche Wohnungen waren sogar so attraktiv, dass sie nacheinander für zwei Familien eine Heimat boten.

Gregor Baiker und Hartmut Walter hatten alle Interessierten eingeladen, die Überprüfung der katzen- und mardersicheren Einrichtungen zu verfolgen. Akribisch hielt Marita Lauser die Ergebnisse in einer Liste fest. Viel Informatives erfuhr die kleine Gruppe. So fanden sich beispielsweise in manchen Kästen regelrecht hochtoupierte Nester, die unter anderem bestückt waren mit Hühnerfedern, um dem Nachwuchs ein warmes Daunenbett zu bereiten. Auf diese Weise sorgen die selten gewordenen Feldsperlinge für ihre Kleinen. Anders die Meisen, die eher eine schlichte Unterlage nur aus Moos bevorzugen.

Anspruchsvoll zeigten sich die Kleiber. Die Größe der Einfluglöcher gefiel ihnen offensichtlich nicht. Sie hatten sie mit Lehm verengt. Ihr Nest aus Kiefernrinde erinnerte eher an ein Fakirbett als an ein kuscheliges Lager. In einem Nistkasten musste es eine Ohrenzwickerpopulation gegeben haben. Dies erkannte Hartmut Walter an typischen schwarzen Punkten. Manch ein Baumhaus ist vielleicht sogar gleichzeitig von Vögeln und Fledermäusen bewohnt worden.

1„Leeren Sie die Nistkästen nicht vor November”, empfahl Hartmut Walter. Denn erst in der kühleren Jahreszeit sind mögliche Vogelflöhe nicht mehr aktiv. Neben diesem Tipp erfuhren die Zuhörer viel über Baumläufer, Rotschwänzchen, Trauerschnäpper, Stare und Mauersegler. Gerade den Schwalben wird das Leben schwer gemacht. Zum einen finden sie in der freien Natur kaum mehr nahegelegene Wasserstellen und Lehm für den Nestbau, zum anderen wird durch die modernen Hausfassaden das Anhaften von Schwalbennestern erschwert oder ganz verhindert. In diesem Zusammenhang diskutierte die Gruppe auch das Gerücht, dass in Kuhställen aus Hygienegründen keine Schwalben geduldet werden dürften. Doch dies trifft nicht zu (siehe die Links am Ende des Artikels).

Vor dem Rundgang hatten die Gäste in der Zunftstube Gelegenheit, sich über die verschiedenen Nistkastensysteme, aber auch über Eigenbau zu informieren. Eine Vielzahl von Fachbüchern lag aus, und etliche Tierfreunde nutzten die Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Vogelfutter zum Einkaufspreis zu erwerben. Die beiden Vogelkundler Gregor Baiker und Hartmut Walter beantworteten die vielen interessierten Fragen, so zum Beispiel auch die Finanzierung der Nistkastenaktion. 70 Prozent der Kosten werden vom Landratsamt übernommen, 30 Prozent trägt der NABU. Hartmut Walter dankte zugleich der Gemeinde Owingen und Bürgermeister Henrik Wengert, die im Jahr zuvor einen Zuschuss beigesteuert haben. Für die kommende Brutsaison bewilligte die untere Umweltschutzbehörde Finanzmittel für weitere 25 Nistkästen.

„Ich bin sehr froh, dass Gregor Baiker zu uns gestoßen ist”, lobte Hartmut Walter das große und unverzichtbare Engagement des Idealisten. Zusammen mit Erhard Kohler engagierte sich Gregor Baiker noch auf einem anderen Gebiet. Als die EnBW vor einiger Zeit die Oberleitung Richtung Waldhof abbaute, ließ sie auf Bitten der beiden Taisersdorfer zwei Masten auf ihren Äckern stehen, da sie die Turmfalken im Transformatorenhäuschen gerne als Ansitz nutzen. „Solche Möglichkeiten sind viel zu selten”, bedauerte Hartmut Walter, der den Einsatz Gregor Baikers und Erhard Kohlers deshalb umso mehr würdigte.

Allen, die auf diese Weise zum Naturschutz beitragen und beispielsweise ihre Bäume für die Nistkastenaktion zur Verfügung stellen, sei ganz herzlich gedankt. Besonderer Dank ergeht an Gregor Baiker und Hartmut Walter für ihre zeitintensive Arbeit.

 

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Schwalbennester-im-Stall-sind-kein-Hygieneproblem-1517779.html

http://www.mainpost.de/regional/franken/mosaik-Vogelschutz;art1727,8133789

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

unter der Rubrik "Angebote" finden Sie Informationen darüber, welche Hilfeleistungen, Unterstützungen Sie in Taisersdorf wahrnehmen können. Weitere Offerten werden gerne angenommen.


Angelika Thiel

 

Die Taisersdorfer Osterbrunnen

1993 bis 2014

(Alle Bildrechte liegen bei Patrick Joos.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013 

2014

 

 

 

 

Eine gute Zeit wünscht Ihnen  

Angelika Thiel

 

Spruch der Woche

Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder.

Epikur von Samos